Y estoy alegre, alegre de que no sea cierto.

September 6, 2008

Auf der Suche nach “orientalischer Musik” trifft man auf Dutzende CDs mit gleichlautendem Titel, quälend-monotonen Liedern, auf als instrumental Gekennzeichnete mit Gesangseinlage, poppige Stücke mit immer gleichen Grundrhythmus, leichtfüßige Songs die sich nur für Cabaret eignen, Technoeinlagen…Aber kaum etwas brauchbares. Ich habe mich dennoch für eine CD entschieden, die spätestens am Dienstag geliefert wird. Ein neues, lindgrünes Tuch ersetzt das Rote, das bei jedem Training die werten Damen belustigte durch Aufdröselungen und verstreute Applikationen, Shimmies waren mit einem solchen Hüfttuch besonders toll, da fliegen die münzartigen Pailetten wild durch den Raum. Den perfekten Rock habe ich in Form des schwarz-beigen Jugendweihe-Rocks gefunden, der – sehr erfreulich – noch perfekt passt. Das zeigt aber auch erschreckend deutlich, dass ich in den letzten Jahren nicht gewachsen bin.

Eine Umm Kulthoum Kompilation, die ihrer würdig ist, habe ich allerdings vergeblich gesucht.

Außer habibi und leilat kann ich keine weiteren Worte ausmachen, aber die Stimme…

Interessanterweise hat mir das Streunen durch Musikstile wieder in Erinnerung gerufen, wie sehr ich den Startmenü-Hintergrundsong von Call of Duty 4 liebe. Es ist anzunehmen, dass ich etwa ein Drittel der Spielzeit damit verbracht habe, der Musik zu lauschen. Zumal das Spiel der emotionalste Ego-Shooter ist, den ich kenne. Zugegebenermaßen ist die Zahl mir bekannter derartiger Games nicht sehr hoch.

Aufgewachsen bin ich musikalisch mit Enya (mütterlicherseits) und Juliane Werding (väterlicherseits). Der einzige Vorwurf, den ich je meinen Eltern machen werde, ist, nie Violine erlernt zu haben. Aber ich bin entschlossen, irgendwann dieses Instrument zu beherrschen, immerhin war mein Urgroßvater Konzertmeister und mein Großvater spielte früher ebenfalls Geige, sodass ich mir einen genetischen Vorteil einbilden könnte, zumindest wäre dies so, wenn der Lamarckismus stimmte. Nunja.

ENYA

Vor diesem Hintergrund ist es etwas skurril, dass ich neben “östlicher” (also arabischer und ost-asiatischer) Musik Industrial und Electronic bevorzuge…

Zur Feier des Tages ein neuer, blumig-frischer Header – ganz und gar nicht herbst-kompatibel – und un poema por Pablo Neruda:

Me gustas cuando callas

Me gustas cuando callas porque estás como ausente,
y me oyes desde lejos, y mi voz no te toca.
Parece que los ojos se te hubieran volado
y parece que un beso te cerrara la boca.

Como todas las cosas están llenas de mi alma
emerges de las cosas, llena del alma mía.
Mariposa de sueño, te pareces a mi alma,
y te pareces a la palabra melancolía.

Me gustas cuando callas y estás como distante.
Y estás como quejándote, mariposa en arrullo.
Y me oyes desde lejos, y mi voz no te alcanza:
déjame que me calle con el silencio tuyo.

Déjame que te hable también con tu silencio
claro como una lámpara, simple como un anillo.
Eres como la noche, callada y constelada.
Tu silencio es de estrella, tan lejano y sencillo.

Me gustas cuando callas porque estás como ausente.
Distante y dolorosa como si hubieras muerto.
Una palabra entonces, una sonrisa bastan.
Y estoy alegre, alegre de que no sea cierto.

Ich könnte vielleicht auch mal wieder dichterisch tätig sein, die Jahrhundertwendepoesie ist erstaunlich inspirierend. Viel dringender ist allerdings mein Bedürfnis, endlich wieder eine Kamera in den Händen zu halten. Irgendwann muss sich doch Zeit finden lassen. Und dann war da noch das Sprachakquisitionstheorie-Projekt und… Argh. Ausgerechnet in Phasen höchster Anspannung und Arbeitslast bricht das Sehnen nach kreativer Aktivität hervor, und meine Fähigkeit dieses Geplänkel zu ertragen steigt exponentiell, es ist zum Verrücktwerden.

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