October 16, 2008

Eine Reflexion des 9/11 für den Deutsch-GK:

Himmelsleer
Die Hoffnung sieht sich nicht um
gelernt hat sie von Lots Frau
mit schnellen Schritten durch die Alleen
drüber glimmt der Himmel einsam blau.

Eine Nation unter Gott
nur welcher, das wissen wir nicht.
Daran soll’s nicht scheitern,
dass die Welt leis zerbricht.

Die heiserne Stimme der Realität
beschreibt die rotgetränkte Welt
getaucht in zuckersüße Lügen ist
der Alltag, der vor Falschheit schellt.

Die Gier nach sorgenfreiem Leben wie
heil’ges Streben der Nichtigkeit geweiht
und im Ascheregen des Vergessens
kriecht der Alptraum unsrer Zeit.

Das Gewissen ermordet auf offner Flur
gebrochen sind der Freiheit Schwingen
noch während ihres Todeskampfs
Siegesmarsch und Wiegenlied erklingen.

Die hass- und blutbefleckten Zeugen
stürmen hinaus ins gleißende Licht
erwartungsvoll vorm dumpfen Paradies
erfüllt ein Heer von Automaten ihre Pflicht.

Verlorene Worte schaffen bittere Ruhe
erheben können wir uns nicht mehr
eingegossen in grauem Beton
sehen wir die Welt, von unten her.

Ewige Werte wie ein Kartenhaus
aufgelöst in Rauch und Schmerz
reihum geht es, zärtlich ramme man
Glassplitter in der Welten Herz.

Wer hätte denn auch ahnen können
dass wir die Gejagten werden würden
der Stein geworfen bevor das Urteil fällt
während sich Lebende den Tod umgürten.

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: