La esperanza es un árbol en flor que se balancea dulcemente al soplo de las ilusiones

November 5, 2008

Melinda ist 17 und Auszubildende. Sie ist, laut ihrem Onlineprofil, auf der Suche nach einer “festen Beziehung” oder einem “Abenteuer”. In einer idealen Zukunft sieht sie sich “verheiratet, mit Kindern, in einem Haus mit Garten”. Warum ist dieses traditionelle Idealbild, das Melinda hegt, erwähnenswert?

Weil Melinda lesbisch ist. Lebte sie in Kalifornien, könnte ihr Traum sogar wahr werden, hätte sie denn eine Partnerin und wäre nicht auf Internetkontaktbörsen angewiesen. Doch genauso schnell, wie nach Legalisierung der Homo-Ehe vor wenigen Monaten die Menschen vor die Traualtare strömten, könnte das Gesetz wieder kippen. Der Traum einer offiziell anerkannten und gleichgestellten Partnerschaftsform könnte sich in eine kurzlebige Illusion verwandeln. Die Illusion nämlich, dass er hier um Menschenrechte ginge, um Entfaltung, um nicht-doppelmoral-behaftete Werte. Melindas Chancen,  ihr Ideal zu verwirklichen, stehen schlecht. Man könnte ja auch fragen, ob man eine solche kleinbürgerliche Idylle wirklich anstreben muss.

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