Große, freundliche Lettern

November 15, 2008

Ich habe das Gefühl, mich daran gewöhnen zu müssen, sterben zu können. Nicht im Sinne “Irgendwann müssen wir alle gehen” oder “Es ist wahrscheinlicher, von einem Auto überfahren zu werden, als….”, sondern als zeitnah Realität werden könnende Möglichkeit. Am Montag werde ich wissen, ob meine Sorge zu den realen Verhältnissen proportional war. Vielleicht ist es ja psychisch, aber in diesem Fall würde ich es vorziehen, das permanent zu verlieren, das ich schon eingebüßt habe, als Psychopharmaka einzunehmen, die im schlimmsten Fall Menschen schon zu Amokläufen oder Suizid getrieben hat.

Und nebenbei geht alles weiter, die Klausuren, Vorträge, IBO, BeLL. Der Gedanke an das Sterben an sich, nie wäre ich auf die Idee gekommen, demgegenüber die gleiche Angst oder das selbe Unwohlbefinden zu verspüren wie viele andere Menschen es tun.  Es verwundert mich jedoch, dass mich das Problem so sehr beschäftigt.

Das lustigste an der Sache ist noch, dass ich momentan an meiner atheistischen Grundposition Zweifel entwickle, weil ich (in einem Anflug kindischer Hilflosigkeit) um ein Wunder (da objektiv betrachtet extrem unwahrscheinlich) gebeten habe und dieses auch tatsächlich eingetreten ist. Und das nicht unbedingt das erste Mal ist, es aber wie immer rationale Erklärungen gibt. Nun würde sich noch die Frage stellen, wem die Ehre dafür gebührt.

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: