November 28, 2008

Keine besonders brilliante Idee, mit einer Erkältung, wegen der man nicht zur Schule gehen kann (bzw. Klausuren mitschreiben, für die man mangels geistiger Kapazitäten nicht lernen konnte), zu versuchen sämtliche Küchenschränke sinnvoll einzuräumen und von überlagerten Lebensmitteln (Öl von 2007, Reis von 2006) zu befreien, ebenso mit dem “Lagerraum” (2qm zugestopft mit Besen[Plural], Staubsauger, Beuteln, Nahrungsmitteln, Medikamenten für jede Lebenslage und ca 10 Schüsseln sowie Kisten, deren Inhalt mir nicht bekannt ist). Bis Montag müssen wir zu jeder Mahlzeit Knödel, Klöße oder Kartoffelpuffer essen, bis Weihnachten zusätzlich insgesamt 2kg Hirse. So viel Pudding, Müsli und Selleriesalat auf einmal habe ich auch noch nicht bestaunen dürfen. Meine Mutter scheint die Kauflust regelmäßig zu überkommen – und dann dürfen wir die Hälfte wegschütten (sprich – einen Müllsack voll, also ca. 30 Liter). Dabei haben sich aber genügend Lebensmittel zusammengefunden, die in eine Kiste gepackt der Weihnachtsaktion der Tafel zu Gute kommen können, nur ein paar Konserven und festliche Artikel muss ich noch dazu kaufen, mit Kaltschale, Pfirsichen und Keksen kann man schlecht ein Weihnachtsessen bestreiten. Das Spielzeug (irgendwann muss man das ja loswerden, ich habe sogar noch ein Togepi, pinke Feenflügel und ein 14-Jahre altes Dirndl [nein, da passe ich nicht mehr rein, vergesst es] in meinem Schrank lagern), die Kinderbücher und die Mützen/Schals konnten mangels Schuhkartons noch nicht zusammengepackt werden. Der Stiftebestand in unserem Haushalt hat sich um 90% verringert, der Rest wandert entweder in den Müll oder in die Federtaschen der Kinder meiner Mutter. (“Kinder” bedeutet hier “Schüler”, schon manches Mal hat Mutter ihre Mitmenschen verwirrt und mich beschämt, mit den Worten “Haben Sie das (Prospekt, Stundenplan, Malheft) vielleicht 10 Mal da? Für meine Kinder…”)

Ich fühle mich gerade so richtig produktiv, trotz der Tatsache, dass die ganze Zeit dabei ein amerikanischer Predigt-/Gospelradiosender lief, da ich zum Ausschalten dann doch keine Kraft mehr hatte. Aber ich beginne, die Christen zu verstehen – auch wenn die argumentativ sinnlosen Seitenhiebe auf die Evolutuonstheorie nervig waren. Kann aber auch am Fieber liegen.

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