Où vas-tu, “S”?

February 8, 2009

Warum wird das S bei Nous allons au concert. nicht angebunden, das T in Ils vont a bureau. aber schon?

Ist das ein Fehler oder habe ich einen essentiellen Aspekt übersehen/vergessen?

Update: Was um alles in der Welt hat dazu geführt, dass dieser Blogeintrag 130 Aufrufe innerhalb von 8 Stunden hatte? Ui… 😕

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4 Responses to “Où vas-tu, “S”?”

  1. Benni said

    Es geht um das S von -ons, oder?

    Ich glaub, es gibt tatsächlich Frankophone, die das S anbinden, allerdings ist das einerseits doof und andererseits auch ein bisschen unsprechbar.

    Das Problem ist, dass das S nur ein Überbleibsel vom lateinischen -mus ist und sich eben an das N rangeschlichen hat, damit man mit der Futurendung für die 3.P.Pl. nicht in die Bredouille kommt (nous serons – ils seront) bzw. ist das halt sozusagen artefaktisch dort geblieben. Da man aber keinen Vokal mehr davor hat, ist das ein stummes S (das Plural-S wird allerdings in jedem Fall angebunden, auch, wenn es auf einen Konsonanten folgt).

    Mit dem T ist das anders, denn das ist ein Stopplaut und der hilft fein zur Differenzierung, vor allem beim regelmäßigen Présent -ent, dass man ja so eigentlich nicht mitspricht (man bindet dann auch einfach das T an, das N bleibt stumm).
    Andernfalls würde das “au” in das “vont” fast ein bisschen reinruschten – bei “allons” übrigens auch, aber da hat man noch eine vollständige Silbe, deswegen braucht man das nicht unbedingt nochmal “hervorzuheben”.
    Es geht dann einfach um die Differenzierung
    “Il mange une baguette.” oder
    “Ils mangent une baguette.”
    “Nous mangons une baguette.” hat automatisch schon eine in jedem Fall gesprochene Silbe mehr.

    Im Übrigen passiert es auch oft (vor allem im mündlichen Gebrauch von Großstädtern), dass auch die t-Anbindung für die 3.P.Pl. wegfällt, einfach so.

    Die Regel ist also wie immer: Der Parisien spricht so wenig wie möglich wirklich aus, der Provinzianer spricht zu viel aus und der Französisch Lernende muss sich irgendwas rauspicken, was sein Sprechen einigermaßen regelmäßig macht.
    Meine Empfehlung: Sag “Nous-allon au concert” und “ils vont-au bureau” und (für Fortgeschrittene!) “Il mange-une baguette” und “ils manget-une baguette”

    Letztendlich wird dir für diese oder jene fehlende Anbindung niemand den Kopf abreißen, es ist einfach sprachlich schöner.
    Und ich wünschte, ich hätte das jetzt weniger umständlich erklären können =/ .

  2. Benni said

    “Update: Was um alles in der Welt hat dazu geführt, dass dieser Blogeintrag 130 Aufrufe innerhalb von 8 Stunden hatte? Ui… ”
    Er ist multilingual! (im Gegensatz zu deinen ganzen anderen Blogeinträgen!)

    Oh und übrigens: Der Blogtitel ist eine einwandfreie Inversionsfrage! (nur, um das mal noch randnotizisch bemerkt zu haben) Vielleicht liegt es daran!

  3. taohuayuan said

    “Er ist multilingual! (im Gegensatz zu deinen ganzen anderen Blogeinträgen!)”
    Achja?

  4. Benni said

    “Achja?”
    Natürlich! ;P

    Übrigens muss ich nochmal kurz eine Info zurückziehen: S auf Konsonant ist nicht ausschlaggebend dafür, ob man es anbindet oder nicht (dans und sans bindet sich ja auch). Es bleibt aber dabei, dass es bei -ons nur ein Artefakt von -mus ist. Verbendungen sind sowieso immer eine lustige Klasse für sich…

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