Immersion – Idee

March 29, 2009

Zurück zu den Sprachen: Kann man MP3-Player gesund/undefekt beten? Der Kundensupport ist nämlich bezüglich einer Antwort 2 Monate im Verzug und mittlerweile stapeln sich die Hörtexte und Podcasts meilenhoch.

Einige Gedankensplitter, für Kohärenz habe ich momentan nach 10 Stunden Bio und Mathe keinen Nerv.

Von http://www.alljapaneseallthetime.com/: “And after taking almost 10 straight years of French in school and then starting to learn Chinese, I started unintentionally mixing Chinese into my French and vice versa. “Je voudrais 一個…” Hmm…not good.” Stimmt. Momentan bin ich auch in einer solchen “Probablemente 他不知道que…”-Phase. “Which leads to the idea of laddering languages. It’s kind of a compromise between “learn many languages, perhaps simultaneously” and “stop sucking at two languages and get good at one”.” Wo aber finde ich Japanischmaterial auf Chinesisch oder Spanisch oder meinetwegen auch Bücher für Chinesisch auf Französisch? Es gibt auch einen netten Link zur Website eines Polen, der Norwegisch ohne Proxy-Sprache lernt. Diesen Ansatz würde ich gern für Russisch oder Kantonesisch verwenden, vielleicht bietet sich letztere eher an, wegen der Zeichen. Momentan brauche ich allerdings viel dringender einen Plan, wie ich meinen Alltag sini- und japanisieren kann, notfalls auch ohne MP3Player…Das bringt mich zumThema Französisch, für das ich immer noch keine ordentlichen Audioressourcen gefunden habe, eben weil ich keine “Teige in ‘Pari” verbringen will und auch nicht ständig die Podcast-Einleitungen über das halbe curriculum vitae des Sprechers ertrage. CNN in French ist noch obskurer als das spanische Äquivalent. Ich weiß nicht warum, aber ich finde Spanisch einfacher zu verstehen (semantisch), wenn man es erst einmal “an sich” versteht, als das Französische, obwohl das Finden der Wortgrenzen …sagen wir mal… eine Herausforderung ist (fast wie Japanischtexte in Kana lesen!). Sagen die Franzosen weekend? Das tauchte gerade am Ende eines Podcast auf (“Je vous XX un excellent weekend a tous”, oder so). Und was hat es mit der ve*ritable histoire du baba au rhum auf sich? (* bestimmt é statt e) Nachschlagen ist immer so eine Sache…lustiger ist es ohne ewiges Gesuche sowieso. Die wahre Geschichte von Rum-XX? Warum assoziere ich mit “baba” Aubergine (um die es hier garantiert nicht geht – obwohl, den Franzosen würde ich das zutrauen, man brauch sich nur die Elsässer Küche anzusehen)?

Assoziationen sind bei Übersetzungen als rotgestreifte Strohhalme hilfreich, ansonsten aber selten sinnvoll. Einerseits kann ich dadurch fast problemlos die Begleittexte eines italienischen Fotobandes über China lesen, andererseits ist es meiner Meinung nach paramount (tjaaaa, wie sagt man das nun auf Deutsch? Unabdingbar?) sich von sämtlichen Zwischensprachen zu lösen, um tatsächlich das Superior/Native-speaker Level zu erreichen.

Sprung zum nächsten Thema, auch wieder kulinarisch: Manchmal wird mir beim Anhören von Französisch schlecht (Ich betone, dass es um das Anhören geht, um dummen “Schluckst du?”-Witzen vorzubeugen). Ernsthaft. Von meinen eigenen Versuchen ganz besonders, keine Frage, aber auch ohne konkreten Anlass, beispielsweise gerade bei einem Text über confiture de apricot et framboise (Ich habe die Rechtschreibung nicht überprüft. Hoffentlich wird es euch beim Lesen nicht übel). Das tut mir tatsächlich leid, an sich gefällt mir die Sprache schon sehr, auch wenn die Aussprache nicht unbedingt intuitiv für mich ist – warum aber habe ich so unwillkürliche, irrationale Reaktionen auf das Französische? Das ist absolut irrsinnig. Italienisch ist weitaus weniger mein Fall, ansonsten habe ich bisher keine Sprache angetroffen, mit der ich mich nicht anfreunden könnte (vielleicht sind mir einfach nur die Sprahen unsympatisch, in denen es ein lui gibt?). Aber immerhin, eine Hassliebe zu Französisch ist besser als pure Abneigung oder schülertypische Indifferenz.

Belassen wir es dabei.

Advertisements

2 Responses to “Immersion – Idee”

  1. Benni said

    Ich hab auch eine Abneigung gegen Französisch. Aber nur gegen bestimmte Sprachebenen und vor allem Hörtexte (das schreckt voll ab, wenn man irgendso einen vor sich hinnäselnden Vollidioten francophonieren hört). Seit ich mich auf das schriftliche Französisch sowie eine eingeschränkte Filmauswahl konzentriere, ist das kein Problem, aber es gibt eben wirklich Dinge, mit denen ich auch nicht klarkomme (im Spanischen ist das übrigens ähnlich – Azuloscurocasinegro hörte sich schrecklich an, Glue wiederum war richtig angenehm [kann auch länderspezifisch sein, wobei ichs bei dem Almodóvar-Film mit der Cruz auch nicht schlimm fand]). Das schlimmste ist, wenn das beim Telekolleg so fies betont wird (da betonen die dann wirklich die erste Silbe und das klingt heilauf bescheuert).
    Da wären wir übrigens wieder bei dem Terrassenaufbau einer Sprache: Die wirklich angenehme Hörebene kommt dann erst, wenn man schon einen Batzen Hörverständnis hat (davon bin ich übrigens auch noch relativ weit entfernt). Filme mit Gérard Depardieu oder Sendungen aus dem Québec sind sehr tolles Französisch, aber eben nichts für “Anfänger”…
    Oh, da fällt mir grad ein: Synchronisationen auf Französisch sind in vielen Fällen sehr leicht verständlich. Ich hab eine Grey’s Anatomy Folge, da ist das ganz gut verständlich (vor allem, wenn man dazu noch die deutsche und die englische Variante kennt ;P ), ich spiele seit ner Weile World of Warcraft in der französischen Sprachversion (nachträglich antiquiertes Französisch ist übrigens sehr aufschlussreich da teilweise vereinfacht, teilweise sehr schön idiomatisiert) und Mulholland Drive hab ich auch auf Französisch gesehen (wobei die da ja nich wirklich viel sprechen). Das macht vom Verständnis her auf alle Fälle mehr her.

    Übrigens, ja, die Franzosen sagen gerne week-end (normalerweise so geschrieben, weil Franzosen nicht in der Lage sind, Wörter zu binden, außer es fallen grammatikalische Informationen weg), vor allem eben die jüngere Generation, wobei man in den letzten Jahrzehnten ganz gerne “fin de la semaine” eingeführt hätte, aber das hat sich wohl so gut durchgesetzt wie der Personalchef gegen den Human Ressource Manager.

    Baba au rhum ist Rum-Savarin und ich frage mich gerade, was für Texte man dir da andreht… baba kommt von Babushka im Russischen; ist wie tata (tante) und tonton (oncle) oder coucou (Kuckuck, aber eben auch cousin,e im erweiterten Sinne), nana (fille), dodo (sommeil; von “dormir”), mémé (grand-mère), pépé (grand-père), etc.pp…

    “(”Je vous XX un excellent weekend a tous”, ”
    “souhaite” ist das Wort, das du suchst ;P . Und der Satz müsste entweder “Je vous souhaite un excellent week-end” oder “Je souhait un excellent weekend à vous tous” heißen ;P .

    Und der Preis im Extremschlaubischlumpfing geht an: mich. Ich habs verdient!

  2. taohuayuan said

    “Und der Preis im Extremschlaubischlumpfing geht an: mich.”
    Taadaa! *tusch*

    “Und der Satz müsste entweder “Je vous souhaite un excellent week-end” oder “Je souhait un excellent weekend à vous tous” heißen ;P .”
    Souhaite! Es klang wie engl. “sweat”, also konnt ich nichts damit anfangen. Aber der Satz wurde wirklich gesagt wie ich es transkribiert habe, mit “à tous” am Ende, so subtil kann das vous gar nicht sein und außerdem hätte man es dann ja zwei Mal…

    Mir ist schon klar, dass die Texte eher Randthemen berühren, aber amüsant sind sie trotzdem und klingen, abgesehen von der Konfitüre-Sache, auch nicht schlecht.
    (Vielleicht ist es auch nur lustig wenn man wenig versteht, auch gut möglich…)

    “spiele seit ner Weile World of Warcraft”
    Oha! Jetzt weiß ich wo dein Zeitdefizit herkommt 😉

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: