Lehrreiches zur Semesterhalbzeit

December 22, 2009

1. Studieren ist toll, insbesondere da ich mehr Freizeit als erwartet habe.
2. Der Nicht-Freizeitanteil am Studium ist dagegen eher nervenaufreibend.
3. Eine BeLL bereitet nicht auf das Leben vor. Dieser simple Fakt ist daran zu erkennen, dass einer von drei Belegen in einem Fach bereits anspruchsvoller als das BeLL-Thema ist.
4. Auf einer weniger als 20cm^2 großen Leiterplatte lassen sich schlecht mehr als zwei Dutzend Bauteile unterbringen. Ob das, nunja…”trickreiche” Anpassen eines Bauteils an die Leiterzüge eine gute Methode ist, scheint fraglich. Der normale Weg ist logischerweise andersherum.
5. Dies muss mir jedoch keine schlaflosen Nächte bereiten, denn im Gegensatz zu den Wirtschaftswissenschaftsstudenten habe ich zumindest unter Benutzung eines Lineals gearbeitet.
6. Am Wochenende vor der Abgabe anzufangen und dann auch zum ersten Mal die Aufgabenstellung zu lesen ist eine äußerst schlechte Idee, wenn man Wert auf ein einigermaßen intaktes Nervenkostüm und eine erträglich mentale Verfassung legt.
7. Übermäßiger Kaffeekonsum trägt zu Letzterem nicht bei.
8. Er behebt auch Schlafmangel nicht.
9. Nacht um vier durch den Schnee zu stapfen ist sehr reizvoll.
10. Die Eltern zu besagter Zeit aus dem Bett zu klingeln eher nicht. Ist aber doch nicht meine Schuld, wenn sie den Schlüssel innen stecken lassen.
11. Meine Alkoholtoleranz ist höher als bisher angenommen. (siehe 9. und 10.)
12. Absinth schmeckt nach Lakritz, Brombeerglühwein jedoch nicht nach Brombeeren. (siehe 11.)
13. Der Frauenanteil liegt immer noch bei sagenhaften 4%, dieser Prozentsatz ist sogar noch irreführend hoch, da er letztendlich bedeutet, dass wir zu zweit sind.
14. Keiner geht zur Informatikvorlesung.
15. Steinbänke im AUßenbereich eignen sich nicht zum Schlafen.
16. Ein Studentenzimmer mit eigenwilligem Kühlschrank genauso wenig.
(17. Wie kann ein leeres Tiefkühlfach schimmeln? Warum schaltet der Kühlschrank sich punkt 1 Uhr nachts an?)
18. Elektrotechnikübungen eignen sich dagegen perfekt für ein Nickerchen, zumindest scheint meine Zirbeldrüse das zu denken und lässt mich regelmäßig einschlafen. Trotz fairtrade-Unicafé-Kaffee.
19. Immer wieder dieselben Netze nach anderen Methoden zu berechnen ist allerdings auch nicht in meiner Top Ten Liste der spannendsten Aktivitäten.
20. Der Kaffee im Unicafé unter der Mensa ist 10 Cent billiger als der an der “Bar” im Vorlesungsgebäude. (Bewegung tut gut…)
21. Der Becher eignet sich zum Händewärmen im Winter. Bei Automatenkaffee (nochmal 40 Cent billiger) verbrüht man sich hingegen eher die Finger.
22. Abonnements sollten wirklich rechtzeitig abbestellten werden. Na gut, dann eben nächstes Jahr…
23. Monatlich 43 Euro für sportliche Aktivitäten auszugeben fällt arg ins Gewicht, wenn nur 200€ zur Verfügung stehen.
24. Demzufolge sollte ich mich bei Buchkäufen zurückhalten. Tue es aber nicht.
25. Bei den Eltern das Gemüsefach leerzuräumen ist im Wiederholungsfall ziemlich auffallend.
26. Nach dem Plasmaspenden dem DRK das Obst wegzuessen ist nicht nett, denke ich.
27. Erwähnte ich bereits etwas zum Thema Kaffee?
28. Wenn die Mitbewohnerin freiwillig einen Badputzplan erstellt und auffällig im Bad platziert, ist dies wohl ein Zeichen, dass man irgendetwas falsch gemacht hat.
29. Wenn dann nach dem Putzeinsatz besagter Mitbewohnerin das Bad schlimmer aussieht als vorher, kommt ein Paradoxon mit Hut ins Zimmer gelatscht, spuckt auf den Boden und rennt wieder raus.
30. Laptops werden grundsätzlich nur zum Chatten oder BlobbyVolley-Spielen genutzt, egal was die Studenten behaupten.
31. In der Mathevorlesung ein Buch über Kryptologie zu lesen hat mir einige der verwirrendsten Momente meines Lebens beschwert.
32. Grundsätzlich wäre der Inhalt der Mathevorlesungen weitaus leichter verständlich, wenn man erst erfährt, was bewiesen oder mit drei Tafeln Gekritzel gezeigt werden soll, nicht eine halbe Stunde später, nachdem noch ein paar andere Beweise durchgeführt worden sind.
33. Fachschaftsfeiern sind meist schlecht besucht.
34. Sein demokratisches Wahlrecht an der Uni wahrzunehmen, ohne die leiseste Ahnung zu haben wen man da in welchen Rat wählt, ist irgendwie kümmerlich.
35. Sobald irgendwo gestreikt wird, kommt die Antifa angerannt und hängt ihre Flagge auf.
36. Ich bin froh nicht Anglistik zu studieren, bei semesterfüllenden Seminaren zu Themen wie “Rewriting Jane Austen” oder “Reading Margaret Atwood”.
37. Panik, den Einschreibungstermin für eine Prüfung verpasst zu haben, zu bekommen ist meist unnötig. Besonders, wenn man im aktuellen Semester jene Prüfung gar nicht hat.
38. Derartige Panikanfälle ließen sich mit einer verbesserten Infomationspolitik auf der Uniwebsite vermeiden.
39. Der Versuch, die nicht-technischen Wahlpflichtfächer in den Stundenplan zu integrieren schlug kläglich fehl.
40. Anwesenheitspflicht bei Englisch ist verdammt lästig, wenn man es dadurch nicht belegen kann.
41. Fünf Minuten nach Freigabe der Anmeldung für Sprach- oder Sportkurse sich eintragen zu wollen ist eine dumme Idee. Klappt nämlich nicht.
42. Auf seinem wackligen Klapptischchen jeden Freitagmorgen “Casse-toi, pauvre con!” zu lesen, ist das genaue Gegenteil von motivierend.
43. Der gemeine Student ist Gewohnheitstier und setzt sich immer in etwa an die gleiche Stelle, das hat auch der ein oder andere Professor begriffen.
44. Nicht jeder Lehrbeauftragte hat einen studentenkompatiblen Humor.
45. Nicht jeder Lehrbeauftragte hat überhaupt Humor.
46. Was studieren Europa-Studien-Studenten? (Ja, ich weiß, der letzte Satz enthält einige Redundanzen.) Ich zitiere: “Alles.”
47. Wer noch nie mit Programmierung zu tun hatte, kann es auch nach Vorlesung und Praktikum nicht kapiert haben. Schwimmen lernt man auch nicht, in dem man das Wasser auf seine physikalischen Eigenschaften hin analysiert und dann vom Kreuzfahrtschiff springt.
48. In der Vorlesung Glühwein anzubieten ist zwar nett vom Dozenten, aber gewiss auch ein Eigentor.
49. Meiner Meinung nach ist es wirtschaftlich unklug, die einzige Kaufhalle in der Nähe des Studentenwohnheims nur bis 19.00 zu öffnen.
50. Ich habe meine Liebe zum Fahrradfahren entdecken dürfen/müssen.
51. Mit Stromschlägen auf Grund eines am Rahmen anliegenden abisolierten Kabels bei verregneten Fahrten mit Beleuchtung und einem lautstark wie ein Teekessel pfeifenden Dynamo werde ich mich aber auch als Elektrotechnikstudent nicht abfinden.
52. Meine Fahrradtaschen sind mir gestohlen worden. Arme Studenten eben. Ob sie geschmeckt haben?
53. Zu allem Überfluss haben sich spontan meine Bremsen gelockert (ernsthaft!). Die Landung nach dem Sturz war aber unglaublich elegant. Das musste sie auch sein, da ich keinen Helm aufhatte, weil das Befestigungsband gerissen war.
54. Erst hatte ich keinen Speicherplatz mehr frei, sowohl auf PC als auch auf beiden externen Festplatten. Jetzt habe ich eine neue 1TB Festplatte, aber keinen Speicherplatzmangel mehr, da eine der ursprünglichen zwei Festplatten den Geist aufgegeben hat und sämtlich Daten mit ins Nirvana genommen hat. Ein leicht irritierender Zustand.
55. Warum geht in letzter Zeit alles kaputt?
56. Ohne Handschuhe bei minus 13 Grad zu fahren erweist sich nach drei Minuten als äußerst schmerzhaft und spätestens bei Versuch das Rad anzuschließen als fatal. Das Problem beschränkt sich nicht auf die Unfähigkeit die Finger zu bewegen oder den Schlüssel zu fühlen, sondern umfasst auch das Blutigquetschen des Fingers am Schloss, da die Schmerzrezeptoren spontan Winterschlaf halten.
57. Eigentlich habe ich keinen Grund mich zu beschweren.
58. Trotz kürzerer Frisur dauert das Föhnen zu lange, um es morgens vor der ersten Vorlesung zu tun.
59. Bisher habe ich es geschafft, jeden Tag zu irgendeiner Veranstaltung zu spät zu kommen, vorzugsweise zur ersten.
60. Daran ist nicht das Föhnen schuld, sondern das Aufstehen 15 Minuten vor Vorlesungsbeginn, was selbst dann zu spät ist, wenn man in Uninähe wohnt.
61. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, es irgendwann zu schaffen, beim Amt meinen Wohnsitz ändern zu lassen. Wenn in der Zwischenzeit jemand das Wohnheim abfackelt, bekomme ich allerdings arge Probleme mit der Versicherung.
62. Ich habe weder Zeit zum Lesen noch zum konzentrierten Chinesisch/Japanisch/etc lernen.
63. Ich bin überglücklich, dass mein Paket aus Japan (enthält unter anderem 4 Mangasammelbände, eine Bentobox mit Kirschenaufdruck und eine Gyozafalthilfe) endlich angekommen ist, zumindest ein Teil davon. Später mehr dazu, sobald der Rest zugestellt worden ist.
64. 2010 wird ein neuer HSK-Test eingeführt. Klasse Timing. Ich weiß dadurch nicht einmal, welches Level ich für eine Bewerbung an einer chinesischen Uni überhaupt benötige.
65. Ich habe endlich alle 2000 Schriftzeichenkärtchen für den HSK durchgearbeitet, die Mehrzahl davon in der Feingerätevorlesung.
66. Ich habe tonnenweise Ideen und quasi-manische Inspirationen, aber weder Motivation noch Zeit zur Umsetzung.
67. Beispielsweise arbeite ich gerade an einem Fotoblog und einem separaten Sprachblog. Nichts wahnsinnig Hochtrabendes, aber was solls.
68. Ich sollte weniger sprunghaft

k

k

k

sein.

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