Possessive

March 3, 2010

Wenn – in der juristischen Argumentation – das onlinebasierte Anschauen, also nicht erst die Speicherung, von kinderpornografischen Inhalten strafbar ist, weil die Daten auf dem PC temporär abgelegt werden…

…müsste das nicht im Umkehrschluss bedeuten, dass bereits das Anhören/Anschauen (legaler!) Medien, als Raubkopie gelten kann, da ja der Hersteller selbst als Anbieter diese nicht für kostenlosen “Besitz”, sondern kostenfreies Abspielen/Streamen zur Verfügung gestellt hat?
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In other news, ich habe noch nie im meinem Leben so schlechte Prüfungen geschrieben wie dieses Semester (glücksspielend mit bekannten Wissenslücken zur Klausur zu gehen ist eine ultimativ schlechte Idee). Der Schluss daraus ist, dass ich versuche, eine Bewerbungsmappe für ein Fotografiestudium zusammenzustellen. Ich kann zwar wiederholen und – um eine Erfahrung reicher – stehen mir dann gute Ergebnisse in Aussicht, da die Klausuren nicht grundsätzlich schwer waren…aber ich primär erst einmal lernen musste, wie man denn eigentlich lernt. Das ist das Blöde, wenn man zeitlebens im akademischen Bereich gut abgeschnitten hat, aber kein Überflieger ist, der alles aus dem Ärmel schütteln kann. Zulassungsfreiheit vorausgesetzt steht auch Computerlinguistik noch zur Debatte, nur wäre dies auch etwas riskant, da ich Mathe dann nicht nochmal vergeigen dürfte.

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One Response to “Possessive”

  1. Benni said

    Zur Zeit ist es ja auch so, dass der Besitz von Raubkopien an sich nicht strafbar ist, sondern nur das nachgewiesene Vervielfältigen ohne Lizenz. Außerdem: Wenn der Anbieter seine Medien so zur Verfügung stellt, dass sie von jedem ganz automatisch gespeichert werden, kann man ja wohl kaum von Raub sprechen. 😉 Wenn ich Geld auf die Straße werfe, darf ich die Leute, die es abbekommen, ja auch nicht wegen Diebstahl verklagen.

    In other news, ich hab bisher von jedem, der studiert, gehört, dass er schlechte Prüfungen schreibt oder Angst hat irgendwo durchzufallen oder irgendwo schon durchgefallen ist. Das macht einen nicht unbedingt ungeeignet für das Studienfach, es sollte einfach dazu anregen, mehr zu machen und sich richtig auf den Hosenboden zu setzen. Es wäre natürlich auch sehr interessant, wenn du das Fotographiestudium oder die Computerlinguistik angehen würdest. Ich denke, das ist das gute an dem Studiensystem: Du bist nicht verloren, wenn du mal was verhaust. Das heißt natürlich nicht, dass ich mir den Druck, unter dem du stehst, nicht sehr gut vorstellen kann, aber wenn du scheitern solltest stehen dir immer noch genug andere Möglichkeiten ins Haus – das ist das gute, wenn man zeitlebens im akademischen Bereich gut abgeschnitten hat, zwar nicht alles aus dem Ärmel schütteln kann, aber dafür genug Talente und genug gute Leistungen erbracht zu haben, um noch viele viele Türen offen zu haben, durch die man gehen kann.

    Ich hoffe, ich komme mit dieser äußerst inspirierenden Rede nicht zu spät, lange genug hab ich mir ja Zeit gelassen. =/

    Ich wohne ab Ende nächster Woche wieder daheim bei meinen Eltern, für’s Erste. Vielleicht kann man dich ja vor, über oder nach Ostern mal wieder treffen? Das Wetter wird ja jetzt schlagartig besser (okay, der Tag heute ist ein schlechtes Beispiel) und mich reizt es sehr, eine kleine Tour zu machen. 😉

    Ich hoffe, dir geht es gut! Melde dich doch mal wieder. Alles Liebe und ganz ganz viele nette Grüße.
    Benni

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